Weniger Klicks – mehr Funktionalität

DREFA MSG stellt MIRAAN auf neue Entwicklungsstufe

Torsten Hess sitzt am PC in seinem Büro in der Altenburger Straße 5. Über seine Schulter könnte er durch die große Fensterfront den Leipziger Uniriesen sehen, er aber hat nur Augen für seinen Monitor. Sein Cursor steht bei der Textzeile „.SELECT(Tables.PP_SENDELEISTE.ID)“
Dies ist eine von ca. 1,5 Millionen Zeilen Programmcode, die das neue MIRAAN ergeben werden.

Das neue Release der Planungssoftware für Fernsehanstalten basiert nicht nur auf der aktuellen .NET Plattform von Microsoft und ist in Bezug auf moderne Entwurfstechnologien auf dem neuesten Stand, berichtet Torsten Hess, der das Entwicklerteam der MIRAAN Programm- und Sendeplanung bei der DRFEA MSG anführt. Das Softwarepaket beinhaltet auch zahlreiche, völlig neue Features, die es den Fernsehmachern erleichtern, Routineaufgaben zu erledigen und auf aktuelle Ereignisse schnell zu reagieren.

Hand in Hand mit dem Kunden

Wenn ein wichtiges politisches Ereignis eine schnelle redaktionelle Reaktion und den Eingriff in den Programmplan erfordern, so können künftig ganze Gruppen von Sendungen gebündelt bearbeitet werden. So wandert z.B. der vorgesehene Themenabend mit all seinen Features, Fernsehspielen und Diskussionsrunden einfach eine Woche später in den Sendeplan und die Wiederholungen verschieben sich im gleichen Intervall automatisch mit. Zusätzlich bietet eine Überwachungsfunktion an, die Trailer, welche für diese Programmelemente eingeplant waren, entsprechend mit zu verschieben und, und, und …

„Solche Verbesserungen resultieren letztlich aus Kundenanforderungen und aus intensiven Gesprächen mit den Anwendern vor Ort“, berichtet Torsten Hess. Derzeit arbeitet sein Entwicklerteam an der MIRAAN Programmplanung für den Hessischen Rundfunk. „Aus den Anforderungen dann fertige Features herauszuarbeiten, das ist die eigentliche Herausforderung bei der Softwareentwicklung“, sagte er und führt die Verschiebung einer Programmgruppe mit ein paar Klicks vor.

Einfacher und gleichzeitig mächtiger

Überhaupt die Klicks. Immer weniger sollen es werden, bei immer komplexeren Anforderungen. Usability ist das Zauberwort, auf das auch die Software-Ingenieure in der Qualitätskontrolle bei der DREFA MSG ein besonderes Augenmerk legen.

Im neuen Release gibt es eine ganze Anzahl von großen und kleinen Neuerungen. So wird z.B. die Unterscheidung zwischen den einzelnen MIRAAN-Modulen fließender, und Inhalte werden stärker in Zusammenhang gebracht. Metadaten von Sendungen und Funktionen, wie etwa die Suche, öffnen sich nicht mehr in separaten Fenstern und verdecken die Ansicht anderer Elemente. Im neuen MIRAAN werden diese Daten um die zentrale Bildschirmansicht herum in sogenannten Panels auf dem Bildschirm platziert. „Das ist ergonomisch sehr vorteilhaft. Möglich machen dies natürlich auch die heutzutage größeren Bildschirme, die mehr Platz bieten“, erklärt Torsten Hess.

Er und sein Team haben das Modul Sendeplanung inzwischen in der neuesten Version fertig, es ist beim Hessischen Rundfunk schon im Einsatz. Mit der Fertigstellung der weiteren Module werden die Entwickler in den nächsten Monaten beschäftigt sein.

 

Pressemitteilung © DREFA MSG 02/2009

BILDER ZUR PRESSEMITTEILUNG

Torsten Hess am PC in seinem Büro
verbesserte Bildschirmansicht bei MIRAAN
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